Über mich

 

Sönke Hahn

Doctor of Philosophy (PhD)

 

(Medien-)Wissenschaftler,

Designer & Filmemacher

  • Projekte

     

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  • Publikationen

  • Curriculum Vitae

     

    2017

    Promotion — Doctor of Philosophy (Phd)

    Bauhaus-Universität Weimar

    "Medienkunst"

     

    "Bunker—TV, TV—Bunker: Heterotope Mechanismen am Beispiel von Schutzbauwerken und (Fernseh-)Serien"

    — wissenschaftlich-künstlerische Arbeit

     

    2012

    Studium — Master of Fine Arts (MFA)

    Bauhaus-Universität Weimar,

    Studiengang "Medienkunst und Mediengestaltung"

     

    Abschlussarbeit:

    "Eine deutsche Jagdgeschichte."

    — Kurzfilm

     

    2009

    Studium — Bachelor of Arts (BA)

    Rheinische Fachhochschule Köln,

    Studiengang "Media Design"

     

    Abschlussarbeit:

    "Film & Wirklichkeit: Die Bedeutung des Mythos im Rezeptionsprozess"

    — wissenschaftliche Publikation

     

    ––––––––––––––––––––––––––

     

    2010—

    Produktion div. Kurzfilme

     

    2014—2016

    Mitglied Editorial Board

    Journal of Serial Narration

     

    2014/2014

    Lehrauftrag

    Bauhaus-Universität Weimar

    Masterstudiengang "Medienkunst und Mediengestaltung"

     

    2009—2010

    Selbstständigkeit Werbeagentur

     

    ––––––––––––––––––––––––––

     

    2005

    Praktikum  EB-Kamera

    HR, Frankfurt a. M.

     

    2005

    Praktikum EB-Kamera

    NDR, Oldenburg

     

    ––––––––––––––––––––––––––

     

    2004—2005

    Wehrdienst Deutsche Marine

    u. a. 6800 Seemeilen an Bord

    "Segelschulschiff Gorch Fock"

     

    ––––––––––––––––––––––––––

     

    1997—2004

    Gymnasium Liebfrauenschule

    Oldenburg

     

     

  • Auszeichnungen

    „iF Design Award 2019“

    „Vier Typen seriellen Erzählens im Fernsehen“

     

    „Red Dot 2018“

    „Vier Typen seriellen Erzählens im Fernsehen“

     

    Silber

    „breakFAST“ (16:9),

    „Fantex Festival“, Waiblingen, 2013

     

    Silber

     „Eine deutsche Jagdgeschichte.“

     „Fantex Festival“, Waiblingen, 2013

     

    3. Platz

    „breakFAST“ (16:9)

     „Kurzfilmfestival FILMthuer“, Jena, 2013

     

    Forschungspreis

    „breakFAST“ bzw. Vortrag „Fulldome vs. 16:9 (zur differenten Gestaltung und Konzeption von Fulldome und 16:9)“, Konferenz „Koordinaten Festival der räumlichen Medien“, Fachhochschule Kiel, 2012

     

    „Performance Award

    – sponsored by Carl Zeiss“

    Fulldome-Version „breakFAST“;

    Zeiss-Planetarium, Jena, 2012

     

    Auszeichnung zum Abschluss

    Bachelor of Arts, 2009

     

Ist Filmemacher, Designer und Medienwissenschaftler mit Tätigkeitsbereich in Köln, Weimar und Oldenburg.Er hat "Media Design" an der Rheinischen Fachhochschule Köln studiert. In dem breit gefächerten Studiengang hat er umfangreiche Fähigkeiten in der Konzeption und Gestaltung sowohl von Print-, Web-, filmischen Medien und crossmedialen Kampagnen erworben und zu gleichen Teilen medientheoretische, medien-ökonomische und medienrechtliche Kenntnisse gewonnen.Sönke Hahn entwickelte dabei ein Talent für analytische-konzeptionelle Projektentwicklung und das entsprechende Management solcher Vorhaben.Es lag und liegt ihm insbesondere das umfassende Verständnis jeglicher Kommunikationsmedien als crossmedial und ökonomisch auszuwertendes Produkt am Herzen — ein Produkt, das für ihn gleichsam auch immer ein Kunstobjekt sein kann und ist: Wenn auch das immer ein Gratwanderung ist. Unterhaltung und Anspruch schließen sich zwingend nicht aus. Hahn bemüht sich daher, habituelle Vorstellungen der Medien zu korrigieren bzw. ein umfassenderes Bild von ihnen zu vermitteln.Wichtig sind für Sönke Hahn Geschichten und Geschichte in all ihren Fassetten. Daher hat er zusätzlich Kurse der Geschichte und Kunstgeschichte an der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn besucht, um sein (kunst-)geschichtliches Wissen auszubauen. Ihn interessiert dabei vor allem, ob und was wir als Menschen aus Geschichte und Geschichten heraus empfinden, was wir auch ihnen und ihr mitnehmen und lernen.Dezidiert hat er sich mit der mythisch-psychologischen und medientheoretischen Dimension von Dramaturgie in seiner Publikation "Film und Wirklichkeit – Die Bedeutung des Mythos im Rezeptionsprozess" auseinandergesetzt.Nach seiner sich über das gesamte Medienportfolio erstreckende Arbeit für die gemeinsam mit einem Kommilitonen initiierten Werbeagentur "Meisner & Hahn" hat Sönke Hahn das Studium an der Bauhaus-Universität begonnen. Dort konzentrierte er sich in zahlreichen Projekten vordergründig auf die Arbeit als Drehbuchautor, Kameramann und Regisseur — immer mit einer umfassenden grafischen und gleichsam konzeptionellen Note.Seine wissenschaftliche Bestrebungen führte Sönke Hahn auch in Weimar — an der Bauhaus-Universität — fort und setzte sich explizit mit dem Verhältnis von Narration und Ästhetik in modernen "Bewegtbildmedien" wie dem Fulldome-Film, dem Spielfilm und der zeitgenössischen TV-Serie auseinander. Zum letztgenannten Feld sind zahlreiche Publikationen entstanden, welche sich insbesondere mit den horizontal erzählenden, komplexen oder Qualitäts-Formaten auseinander setzen: Diese sind nicht stupide und verdummend (etwa nach Adorno), sondern künstlerisch-kritisch. Und doch sind sie auch kommerzielle Produkte, sogar durch ihre Lukrativität überhaupt erst realisiert worden. Sie bilden gesellschaftliche Phänomene und Missstände ab. Aber Serialität ist nicht nur eine Eigenart des Fernsehens! Sie prägt vielmehr unseren Alltag/unsere Welt: Von neuen Kundenaufträgen bis hin zu neuen Lebensphasen. Oder aber in der seriellen Twitter-Nutzung durch Politiker: kryptische Aussagen, dann Unterbrechungen einem Cliffhanger ähnlich maximieren die Aufmerksamkeit zwischen den Tweets. Man könnte auch Supermarktketten anführen — der vertraute Ablauf des Einkaufs, dann die Justiz und ihre eigencharakteristischen Erzählweisen usw. (Serielles) Erzählen ist also nicht etwas für Kinder oder Teil der Freizeit — es umgibt uns.Es ist also wichtig Serialität zu verstehen. Ein Ausgangspunkt bildet dabei die Unterscheidung zwischen zwei Polen des seriellen Erzählens: stagnierende, industrielle Serialität als Variation eines Schemas, alle Änderungen werden am Ende der Episode zurück genommen — das ist die eine Seite; auf der anderen Seite eine progressive Serialität, welche über die Folgengrenzen hinweg erzählt, einen Wandel vollzieht. Mit dem Kurzspielfilm "Eine deutsche Jagdgeschichte." schloss Sönke Hahn Mitte 2012 sein Masterstudium ab: der Film fokussiert das Phänomen der "weißen Weste", der moralischen Überheblichkeit anhand einer Kombination von Realfootage und animierten Zeichnungen — in komplexer Dramaturgie. Zum Wintersemester 2012 hat Sönke Hahn mit seiner Promotion an der BUW begonnen, nach Abgabe der Arbeit im September 2016, ist die Arbeit im November 2017 im Zuge der Disputation und der anschließenden — bewussten — Open-Access-Veröffentlichung erfolgreich abgeschlossen worden: "Bunker—TV, TV—Bunker – Heterotope Mechanismen am Beispiel von Schutzbauwerken und (Fernseh-)Serien".Die auf den ersten Blick ungewöhnliche Gegenüberstellung in der Dissertation erlaubt fruchtbare Einblicke in das Heterotope — ein häufig gebrauchtes, aber schwammiges Konzept des Philosophen Michel Foucault, welches in der Dissertation eine ausführliche Herleitung erfährt: Es wird offenbar, wie wir in Räumen des Anderen, des Gleichen oder in einem Dazwischen denken. Hahn ist beunruhigt, dass Kunst und Wissenschaft als gesellschaftskritische und relevante Systeme sich von öffentlichen Debatten entfernen. Zunächst zeigt sich aus einer real-interdisziplinären Perspektive, dass sich wissenschaftlich-theoretische Disziplinen oft derart von der Medienpraxis entfernt haben, dass ihre Analysen kurios statt interdisziplinär geraten. Dann und umso wichtiger: Im Zeitalter von Fake News, dem vermeintlichen einfachen Medienmachern von Zuhause aus ist es mehr denn je notwendig, professionelle Medienproduzenten/Kreative zu fördern/zu respektieren, aber auch die Funktion der Medien zu vermitteln und zu erklären: Kommunikation wird oft wie das Atmen verstanden — selbstverständlich. Mehr denn je ist es aber notwendig Profis zu konsultieren wie auch eine kommunikativeGrundbildung zu besitzen bzw. vermittelt zu bekommen.Zu diesen die Relevanz einer Medienschulung offenbarenden Faktoren könnte auch der Diskurs um die Zensur von Computerspielen in einer bisweilen naiv-kausalen Glauben, an eine Eins-zu-eins-Übertragung des Virtuellen auf die reale Welt, genannt werden: Eine Beeinflussung ist natürlich möglich, doch nicht pauschal gegeben. Letztlich muss jedes Medium  erlernt und erprobt werden, damit der/die Einzelne ein souveränes Individuum wird.Ein Instrument, diese Differenzen zu überbrücken, ist u. a. ein unterhaltsamer Stil — Unterhaltung als trivial abzuwerten, scheint aus Sicht Hahns oft ein sehr habitueller Mechanismus, der davon kündet das die Funktion von Kommunikation nicht in Gänze verstanden ist: Zwischen den Medienmachern, den Zuschauern und ihrem sozialen Umfeld, den in den Medien dargestellten Welten und (fiktiven) Figuren bilden sich komplexe Wechselwirkungen aus. Statt einer Subjektivierung — dem Sprech von "den Medien" — muss die eigene Verantwortung auch der Konsumenten an der Ko-Kreation etwaiger Welten befragt werden ...Hahn ist sich sicher, dass das Fach Medien oder besser Kommunikation künftig essentieller Bestandteil an Schulen sein muss: Kommunikation ist, oft sicherlich nicht greifbar, doch schon gar nicht — wie in Deutschland regelmäßig aber praktiziert — etwas Natürliches/etwa, was jeder von Haus aus kann: Wie schwierige offenbar die Interpretation von Bewegtbildern dem ungeschulten Blick fällt, vermögen auch die vielen Fehlentscheidungen der sogenannten Videoschiedsrichter der Bundesliga in der Anfangszeit dieser Maßnahme zu zeigen. Kommunikation muss (theoretisch und praktisch) erlernt werden — auch um eben Fake News deuten zu können. Letztlich ist Kommunikation inklusive Design auch wirtschaftlich ein essentieller Werttreiber. Diesem Umstand wird höchstens die Autoindustrie gerecht, sonst wird Design und Co. (aus mangelnder Kenntnis heraus?) als bloße Verpackung gewertet. Leider schlägt sich die Haltung auch im Bereich hiesiger Ausbildung nieder — da wird bisweilen zu einseitig von MINT-Fächern und Ingenieuren gesprochen ...Kurios ist in diesem Zusammenhang zudem, dass viele Berufe/Stellen — aus einem sicherlich habituellen Verständnis heraus —  an Nachfolger mit identischer Qualifikation/"wie es hier schon immer war" vergeben werden. Statt durch Erfahrung und Praxis, anhand eines interdisziplinären Studiums zw. Theorie und Praxis (im kommunikativen Bereich) Geschulte werden oft reine Theoretiker gewählt.Das gesamte Medienverständnis muss sich verändern und dessen — gesellschaftliche/globale — Relevanz erkannt werden. Ein neuer Versuch, Wissen über Kommunikation eben kommunikativ zu vermitteln, soll anhand der "Red Dot"- und "iF Award"-Publikation "Vier Typen seriellen Erzählens im Fernsehen" versucht werden — nicht nur inhaltlich, sondern auch im Design wird das Untersuchungsfeld abgebildet.

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2019 S. Hahn, PhD