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Sönke Hahn, Ph.D.
Filmemacher, Designer & Medienwissenschaftler


Sönke Hahn ist ein Filmemacher, Designer und Medienwissenschaftler mit Tätigkeitsbereich in Köln, Weimar und Oldenburg.
Er hat "Media Design" an der Rheinischen Fachhochschule Köln studiert. In dem breit gefächerten Studiengang hat er umfangreiche Fähigkeiten in der Konzeption und Gestaltung sowohl von Print-, Web-, filmischen Medien und crossmedialen Kampagnen erworben und zu gleichen Teilen medientheoretische, medienökonomische und medienrechtliche Kenntnisse gewonnen.
Sönke Hahn entwickelte dabei ein Talent für analytische-konzeptionelle Projektentwicklung und das entsprechende Management solcher Vorhaben.
Es lag und liegt ihm insbesondere das umfassende Verständnis jeglicher Kommunikationsmedien als crossmedial und ökonomisch auszuwertendes Produkt am Herzen - ein Produkt, das für ihn gleichsam auch immer ein Kunstobjekt sein kann und ist. Unterhaltung und Anspruch schließen sich zwingend nicht aus. Hahn bemüht sich daher, habituelle Vorstellungen der Medien zu korrigieren bzw. ein umfassenderes Bild von ihnen zu vermitteln.
Wichtig sind für Sönke Hahn Geschichten und Geschichte in all ihren Fassetten. Daher hat er zusätzlich Kurse der Geschichte und Kunstgeschichte an der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn besucht, um sein (kunst-)geschichtliches Wissen auszubauen. Ihn interessiert dabei vor allem, ob und was wir als Menschen aus Geschichte und Geschichten heraus empfinden, was wir auch ihnen und ihr mitnehmen und lernen.
Dezidiert hat er sich mit der mythisch-psychologischen und medientheoretischen Dimension von Dramaturgie in seiner Publikation "Film und Wirklichkeit - Die Bedeutung des Mythos im Rezeptionsprozess" auseinandergesetzt.
Nach seiner sich über das gesamte Medienportfolio erstreckende Arbeit für die gemeinsam mit einem Kommilitonen initiierten Werbeagentur "Meisner & Hahn" hat Sönke Hahn das Studium an der Bauhaus-Universität begonnen. Dort konzentrierte er sich in zahlreichen Projekten vordergründig auf die Arbeit als Drehbuchautor, Kameramann und Regisseur - immer mit einer umfassenden grafischen und gleichsam konzeptionellen Note.
Seine wissenschaftliche Bestrebungen führte Sönke Hahn auch in Weimar - an der Bauhaus-Universität - fort und setzte sich explizit mit dem Verhältnis von Narration und Ästhetik in modernen "Bewegtbildmedien" wie dem Fulldome-Film, dem Spielfilm und der zeitgenössischen TV-Serie auseinander.

Zum letztgenannten Feld sind zahlreiche Publikationen entstanden, welche sich insbesondere mit den horizontal erzählenden, komplexen oder Qualitäts-Formaten auseinander setzen: Diese sind nicht stupide und verdummend (etwa nach Adorno), sondern künstlerisch-kritisch. Sie bilden gesellschaftliche Phänomene und Missstände ab. Aber Serialität ist nicht nur eine Eigenart des Fernsehens! Sie prägt vielmehr unseren Alltag/unsere Welt: Von neuen Kundenaufträgen bis hin zu neuen Lebensphasen. Oder aber in der seriellen Twitter-Nutzung durch Politiker: kryptische Aussagen, dann Unterbrechungen einem Cliffhanger ähnlich maximieren die Aufmerksamkeit zwischen den Tweets. Man könnte auch die Supermarktketten anführen - der vertraute Ablauf des Einkaufs, dann die Justiz und ihre eigencharakteristischen Erzählweisen usw. (Serielles) Erzählen ist also nicht etwas für Kinder oder Teil der Freizeit - es umgibt uns.
Es ist also wichtig Serialität zu verstehen. Ein Ausgangspunkt bildet dabei die Unterscheidung zwischen zwei Polen des seriellen Erzählens: stagnierende, industriell-serielle Serialität als Variation eines Schemas, alle Änderungen werden am Ende der Episode zurück genommen - das ist die eine Seite; auf der anderen Seite eine progressive Serialität, welche über die Folgengrenzen hinweg erzählt, einen Wandel vollzieht.

Mit dem Kurzspielfilm "Eine deutsche Jagdgeschichte." schloss Sönke Hahn Mitte 2012 sein Masterstudium ab: der Film fokussiert das Phänomen der "weißen Weste", der moralischen Überheblichkeit anhand einer Kombination von Realfootage und animierten Zeichnungen - in komplexer Dramaturgie.

Zum Wintersemester 2012 hat Sönke Hahn mit seiner Promotion an der BUW begonnen, nach Abgabe der Arbeit im September 2016, ist die Arbeit im November 2017 im Zuge der Disputation und der anschließenden Open-Access-Veröffentlichung mit "summa cum laude" abgeschlossen worden - philosphia doctor: "Bunker-TV, TV-Bunker - Heterotope Mechanismen am Beispiel von Schutzbauwerken und (Fernseh-)Serien".
Die auf den ersten Blick ungewöhnliche Gegenüberstellung in der Dissertation erlaubt fruchtbare Einblicke in das Heterotope - ein häufig gebrauchtes, aber schwammiges Konzept des Philosophen Michel Foucault, welches in der Dissertation eine ausführliche Herleitung erfährt: Es wird offenbar, wie wir in Räumen des Anderen, des Gleichen oder in einem Dazwischen denken.

Hahn glaubt - wie bereits angedeutet-, dass künstlerische und kommerzielle Interessen miteinander zu verbinden sind. Das zeigt etwa das sogenannte Qualitätsfernsehen mit seiner kritischen Noten - ist es dennoch ein kommerzielles Produkt. Hahn ist darüber hinaus beunruhigt, dass Kunst und Wissenschaft (als gesellschaftskritisches und daher relevantes) System sich von öffentlichen Debatten entfernen. Zunächst zeigt sich aus einer real-interdisziplinären Perspektive, dass sich wissenschaftlich-theoretische Disziplinen oft derart von der Medienpraxis entfernt haben, dass ihre Analysen kurios statt interdisziplinär geraten. Dann und umso wichtiger: Im Zeitalter von Fake News, dem vermeintlichen einfachen Medienmachen von Zuhause aus ist es mehr denn je notwendig, professionelle Medienproduzenten/Kreative zu fördern/zu respektieren, aber auch die Funktion der Medien zu vermitteln und zu erklären: Zu den die Relevanz einer Medienschulung offenbarenden Faktoren könnte auch der Diskurs um Zensur von Computerspielen in einer bisweilen naiv-kausalen Glauben, an eine Eins-zu-eins-Übertragung des Virtuellen auf die reale Welt, genannt werden.
Ein Instrument, diese Differenzen zu überbrücken, ist ein unterhaltsamer Stil - Unterhaltung als trivial abzuwerten, scheint aus Sicht Hahns oft ein sehr habitueller Mechanismus, der davon kündet das die Funktion von Kommunikation nicht in Gänze verstanden ist: Zwischen den Medienmachern, den Zuschauern und ihren sozialen Umfeld, den in den Medien dargestellten Welten und (fiktiven) Figuren bilden sich komplexe Wechselwirkungen aus. Statt einer Subjektivierung - dem Sprech von "den Medien" - muss die eigene Verantwortung auch der Konsumenten an der Ko-Kreation etwaiger Welten befragt werden ...
Hahn ist sich sicher, dass das Fach Medien oder besser Kommunikation künftig essentieller Bestandteil an Schulen sein muss - Kommunikation ist, oft sicherlich nicht greifbar, doch schon gar nicht - wie in Deutschland regelmäßig praktiziert - etwas Natüliches/etwa, was jeder von Haus aus kann: Wie schwierige offenbar die Interpretation von Bewegtbildern dem ungeschulten Blick fällt, vermögen auch die vielen Fehlentscheidungen der sogenannten Videoschiedrsichter in der jüngsten Bundesliga zu zeigen. Kommunikation muss (theoretisch und praktisch) erlernt werden - auch um eben Fake News deuten zu können. Letztlich ist Kommunikation inklusive Design auch wirtschaftlich ein essentieller Werttreiber. Dieser Umstand wird höchens die Autoindustrie gerecht, sonst wird Design und Co. (aus mangelnder Kenntnis heraus?) als bloße Verpackung gewertet. Leider schlägt sich die Haltung auch im Bereich hiesiger Ausbildung wieder - da wird viel von MINT und Ingenieuren gesprochen ...
Kurios ist in diesem Zusammenhang zudem, dass viele Berufe/Stellen - aus einem sicherlich habituellen Verständniss heraus, einer Nachfolgersuche mit identischer Qualifikation/"wie es hier schon immer war" - statt mit durch Erfahrung und Praxis interdisziplinär Geschulte (anhand etwa entsprechender kommunikations-theoretisch und praktischer Studiengänge) an Berufsgruppen ohne größeren fachlichen Bezug oder eine, über bestimmte Formen heraus, gebildete Meta-Ebene der Kommunikation vergeben werden.
Das Medienverständniss muss sich verändern und sein (gesellschaftliche/globale) Relevanz erkannt werden.

Ein neuer Versuch, Wissen über Kommunikation kommunikativ zu vermitteln, soll anhand der Publikation "Vier Typen seriellen Erzählens im Fernsehen" versucht werden - nicht nur inhaltich, sondern auch im Design wird das Untersuchungsfeld abgebildet.





› Lebenslauf / curriculum vitae (PDF)






Auszeichnungen/Ausstellungen/Screenings/
Publikationen/Vorträge/Workshops:
  • Publikation 2017 "Bunker-Tv, TV-Bunker: Heterotope Mechanismen am Beispiel von Schutzbauwerken und (Fernseh-)Serien (2017)"
  • Publikation 2017 "Reality TV. Untersuchung eines heterogenen Konzeptes (2017)" in: "Banal, trivial, phänomenal."
  • Publikation 2017 "Wo ist das Gaffer Tape? Das müssen wir faken. Am Rand des Wahrnehmbaren: Der implizit-banale Trash im Kontext des bewegten Bildes (2017)" in: "Banal, trivial, phänomenal."
  • Publikation 2016 "Das ist das Ende - oder auch nicht: Über Ende und Nicht-Enden im Fernsehen und der Fernsehserie" in: "Das andere Fernsehen"
  • Publikation 2015 "Sex. Lies. Storyboards. Die Geschichtenerzähler in Mad Men, The Hour und The Newsroom" in: "Gegenwart in Serie"
  • Screening "BDFA Bundesfilmfest 2015" Schrobenhausen "The Flowerpot"
  • Screening "BYOB goes ZKM 2015" Karlsruhe "The Flowerpot"
  • Screening "Filmthuer 2014" Jena "The Flowerpot"
  • Screening "Viewster Online Film Fest 4" 2014 "The Flowerpot"
  • Screening "Quellinale 2014" Garbisdorf, Göpfersdorf: "Eine deutsche Jagdgeschichte."
  • Screening "Quellinale 2014" Garbisdorf, Göpfersdorf: "Schaukeln"
  • 3° Rang "Quellinale 2014" Garbisdorf, Göpfersdorf: "Der Blumentopf"
  • Screening "XIII St. Petersburg International Festival of Debut and Student Films BEGINNING 2014" St. Petersburg, Russland2014: "The Flowerpot"
  • Screening "Queen City Film Festival" Cumberland, Maryland, USA 2014: "The Flowerpot"
  • Screening "Purbeck Film Festival" Wareham, Dorset, England 2014: "The Flowerpot"
  • Screening "Viewster Film Festival: Be afraid. Be very afraid." "Eine deutsche Jagdgeschichte."
  • Publikation 2014 "Zwischen Stagnation und Progression: Die Miniserie" in: "Quality-TV."
  • Screening "Polynome presentation 2014" Montreal, 2014: "breakFAST" (Fulldome)
  • Publikation 2014 "Von Flow zu Flow..." in: "Journal of Serial Narration"
  • Screening "Quellinale 2013" Göpfersdorf, 2013: "breakFAST" (16:9)
  • Screening "Kurzfilme in der Sternenkuppel" Cottbus, 2013: "breakFAST" (Fulldome)
  • Screening "Kurzfilme in der Sternenkuppel" Cottbus, 2013: "Liszt - Reimagined" (Fulldome)
  • Publikation "Fulldome vs. 16:9" in: "Jahrbuch der immersiven Medien 2013"
  • Screening "Ahoi Filmfestival" Hamburg, 2013: "Schaukeln"
  • Publikation "Ich schaue kein..." in: "Journal of Serial Narration"
  • Workshop "Vom Storyboard zur Postproduktion" auf: Konferenz "Quality TV", Saarbrücken
  • Vortrag "Zwischen Stagnation und Progression" auf: Konferenz "Quality TV", Saarbrücken
  • Screening "Kunstrasen Festival 2013" Erfurt, 2013: "Eine deutsche Jagdgeschichte."
  • Screening "Kunstrasen Festival 2013" Erfurt, 2013: "Schaukeln"
  • Screening "Kunstrasen Festival 2013" Erfurt, 2013: "breakFAST" (16:9)
  • Vortrag "Experimenting with a Multi Camera Rig" auf: "FullDome Festival 2013", Jena
  • Screening "FullDome Festival" Jena, 2013: "Fulldome Meme"
  • Screening "FullDome Festival" Jena, 2013: "Habitat" (Fulldome-Version)
  • Silber "FantEx Filmfestival" Waiblingen, 2013: "Eine deutsche Jagdgeschichte."
  • Silber "FantEx Filmfestival" Waiblingen, 2013: "breakFAST"
  • Screening "Filmthuer Filmfestival" Jena, 2013: "Eine deutsche Jagdgeschichte."
  • 3. Platz auf dem "FILMthuer Festival", Jena 2013, 16:9-Version: "breakFAST" (16:9)
  • TV-Ausstrahlung: "nox lucida" (Kabel und Stream) pier111.tv
  • Screening: "zwerkwerk - die 12. oldenburger kurzfilmtage" Oldenburg (OLDB): "Eine deutsche Jagdgeschichte."
  • Screening / Finalist: auf der "Fulldome UK" Festival, Leicester, UK: "breakFAST"
  • TV-Ausstrahlung: "Eine deutsche Jagdgeschichte." (Kabel und Stream) pier111.tv
  • Screening: "breakFAST" auf dem Kurzfilmfestival Konstanz, "kurz.film.spiele" Konstanz am Bodensee
  • Forschungspreis: "breakFAST" für Vortrag "Fulldome vs. 16:9" (zur differenten Gestaltung und Konzeption von Fulldome und 16:9), "Koordinaten Festival der räumlichen Medien" FH Kiel
  • Ausstellung: "extra - experimental trails", Galerie KUB, Leipzig, Objekt: "Was Du heute ..."
  • Ausstellung: "Vkunst", Galerie Greulich, Frankfurt am Main, Objekt: "Was Du heute ..."
  • Auszeichnung: "Performance Award - powered by Carl Zeiss", FullDome Festival Jena, für "breakFAST"
  • 2. Platz Publikumspreis, FullDome Festival Jena, für "breakFAST"
  • Screening: "breakFAST" auf der "47. Werkstatt der Jungen Filmszene" Wiesbaden
  • Ausstellung: "Gefilterte Natur", Galerie 7b, Erfurt, Objekt: "Was Du heute ..."